binlimuus' blog

Mäntig

Knochen- und Thoraxsektor

 

Nach einer sehr freundlichen Begrüssung und einem guten Anfangsgespräch mit Frau Silvia Hensel, bei welchem ich über alles Wichtige für die kommende Woche instruiert worden bin, begann ich meine Schnupperwoche im Röntgen in den Sektoren Knochen und Thorax.

 

Auch in dieser Abteilung wurde ich sehr freundlich und mit offenen Armen empfangen und ich spürte sofort die angenehme und lockere Atmosphäre, was mich sehr beeindruckt hat. Kaum angekommen durfte ich bereits bei einem Röntgentermin mit dabei sein und die ersten Schwierigkeiten in diesem Beruf kennen lernen. Es ging darum, einen Einzelzahn zu röntgen, nur war zu Beginn nicht ganz klar, um welchen es denn schlussendlich gehen sollte; zwar waren die aus der Patientenmappe erhaltenen Röntgenbilder eindeutig, jedoch war es die Anweisung des Arztes nicht wirklich. Dank dem wirklich tollen Teamwork auf dieser Abteilung wurde diese Unsicherheit allerdings schnell gelöst. Nur wenig später bewies sich diese Zusammenarbeit wieder, denn die MTRA’s mussten eine Anweisung versuchen zu entziffern und es war auch eine dabei, bei welcher nicht genau klar war, was nun zu tun sei.
Mir wurde bewusst, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit 1. im Team und 2. mit den Ärzten ist.
Meine Fragen, egal welcher Art, wurden mir beantwortet und dies nicht nur in kurzen Sätzen, die mir das Nötigste beantworteten, sondern freundlich, für einen Laien verständlich und ausführlich. Ich bekam nie das Gefühl, dass meine Frage nun unpassend oder nervend war, was mich auch dazu ermutigte, wirklich das zu Fragen, was ich wollte und mich nicht dafür zu schämen.
Bisher hatte ich noch nie so nahen Kontakt zu Patienten, weswegen ich gleich herausgefordert wurde. Ich war allerdings erstaunt über mich selbst, da ich keine Mühe hatte, dem Patienten eine Stütze zu sein. Anfangs dachte ich, dass es mir gar nicht gleich so leicht fallen würde, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Dass ich Jemandem meine Hilfe anbieten konnte, ob er es jetzt bemerkt hat oder nicht und auch wenn es nur etwas Kleines war, erfreute mich doch jedes Mal.
Da an diesem Tag viele Patienten da waren, wurde es nie langweilig und ich bekam einen grossen Einblick in die verschieden Röntgentechniken- und Geräte. Besonders hängen geblieben ist mir der OPT. Zu Beginn war mir nicht ganz klar, wie genau dieser Tomograph funktioniert, doch als ich nachgefragt habe, wurde es mir gut erklärt. Da mit dieser um den Kopf fährt, entsteht aus einem dreidimensionalem Objekt ein plattes Schnittbild. Diese Technik fand ich besonders faszinierend. Gut sichtbar ist, wie sich die Röntgentechnik im Laufe der Jahre verändert hat. Zu finden sind noch alte Kassetten mit Filmen darin, die in der Dunkelkammer entwickelt werden müssen, aber es gibt auch die neuste Technik, bei der das gemachte Röntgenbild direkt auf dem Computerbildschirm erscheint. Es hat Spass gemacht, dem Werdegang eines Bildes zuzusehen; vom Herstellen über die Verarbeitung bis zum Drucken.

 

Was ich sehr geschätzt habe war auch das Vertrauen, das mir das Team entgegengebracht hat. So durfte ich die Tische selbstständig reinigen und für den nächsten Patienten bereitmachen, Gegenstände selbstständig an ihren Platz legen und mir wurde auch gezeigt, wie eine Röntgenröhre herumgefahren wird oder wie man eine Kassette beschreibt.

16.10.06 21:08

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